Wohlde

WohldeEntstehungsgeschichte des Wohlder Wappens

Die Gemeinde Wohlde, am nördlichsten Zipfel der Landschaft Stapelholm gelegen, wurde urkundlich erstmals 1462 erwähnt.

Ursprünglich in der Treeneniederung siedelnd, verließ man nach der verheerenden Sturmflut von 1362, der Manndränke, die Warften der auf Meeresspiegelhöhe gelegenen Orte Trenstade und Bünge und zog an einen höheren und somit sichereren Standort am Geestrücken. Der Ortsname lässt sich leicht erklären, denn "Wohlde" niederdeutsch "Wohld" bedeutet "zum Wald". Noch heute liegt der Ort nahe dem größten zusammenhängenden Waldgebiet in Stapelholm. Trenstade lag westlich von Wohlde in der Treenemarsch. Reste von Sanddünen und Warften sind noch heute auszumachen. Gut zu erkennen ist eine Erhebung westlich von der Siedlung Schierhoe. Hier zur Geschichte von Wohlde!

Bürgermeister Tüxsen

Von Norden erreicht man Wohlde über den 1624 künstlich aufgeschütteten Büngerdamm. Dieser stellt eine Verbindung zu Dörpstedt her und führt, etwa 2m höher gelegen, durch das feuchte Niederungsgebiet von Bünger Koog, Treenemarsch, Dörpstedter Moor und Austermoor. Hier befand sich im Mittelalter ein ausgedehntes Bauwerk, das vor Angriffen aus der östlichen Geest schützen sollte. Von dieser "Holmer Schanze" ist heute bis auf den Flurnamen "De Schanz" am Büngerdamm und einigen auffälligen Parzellengrenzen nichts mehr geblieben. Wohlde liegt am nordwestlichen Rand eines ansteigenden Geestrückens, der sich über Bergenhusen, Norder- und Süderstapel bis nach Seeth und Drage erstreckt. Der Ort wurde als Straßendorf entlang der heutigen Dorfstraße unmittelbar am Geestfuß angelegt. Erst nach und nach vergrößerte sich der Ort durch Querstraßen hangaufwärts zum Geestrücken hin. Entgegen allen anderen Ortschaften in Stapelholm, die sich zur Marsch, also zu den Flussniederungen hin entwickelt haben, ist Wohlde zum Geestrücken hin gewachsen. Ein Vergleich mit der Darstellung Wohldes auf der Preußischen Landesaufnahme von 1878 zeigt, dass sich das Dorf abgesehen von einem kleinen Neubaugebiet östlich der Birkenallee seitdem kaum vergrößert hat.

Wohlde hat zur Zeit ca. 510 Einwohner, die Einwohnerzahl hat sich seit vielen Jahren nicht wesentlich verändert. Es ist landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Da der Schulbetrieb bereits Mitte der 70er Jahre eingestellt wurde gehen die Kindergartenkinder und die Grundschulkinder heute nach Bergenhusen bis zur vierten Klasse zur Schule, danach bieten sich als weiterführende Schulen Erfde mit einem Haupt- und Realschulzug oder Friedrichstadt mit einer Realschule an. Für Schüler die das Gymnasium besuchen, bietet sich Schleswig oder Husum als nächstes an. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Kinder in einen Dänischen Kindergarten nach Drage und in eine Dänische Schule nach Friedrichstadt gehen können.

Für die Grundversorgung mit Lebensmitteln ist eine Bäckerei und für die ärztliche Versorgung eine Hausarztpraxis im Ort vorhanden. Auch besitzt Wohlde ein reges kulturelles Dorftreiben, seit 1982 wird dort das Dorffest Wohlde gefeiert was auch von den dort ansässigen Vereinen unterstützt wird.

Für die Freizeitgestaltung ist die großzügige Sportanlage, wie auch das Wohlder Freibad ein beliebtes Ziel.

Nahe einer auf dem Höhenrücken parallel zur Dorfstraße gelegenen Wegverbindung verlief die Eisenbahnlinie Schleswig-Norderstapel-Friedrichstadt von 1905, die in diesem Abschnitt bereits 1943 wieder stillgelegt wurde. Der Straßenname Bahnhofstraße, sowie ein gut 500 Meter langer Abschnitt des ehemaligen Eisenbahndamms zwischen dem nördlichen Dorfrand am Sandberg und dem Büngerdamm zeugen von einer Zeit, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche Eisenbahnlinien unser Land durchzogen. Die historische Bausubstanz des alten Straßendorfes wurde durch mehrere größere Brände im 18. Jahrhundert, aber auch durch späteren Abbruch weitgehend vernichtet. Wenige noch erhaltene Reetdachhäuser konzentrieren sich auf den nördlichen Abschnitt der Dorfstraße.

Da Wohlde über keine eigene Kirche verfügt, gehören Wohlde und Meggerdorf, das ebenfalls keine eigene Kirche besitzt, zum Kirchspiel Bergenhusen.

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  • Mai 2016

    Ausgabe
    Mai 2016
    PDF, 6,3 MB

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