LTG 63 übernimmt Ausbildungsfl ugbetrieb C-160 Transall

(Außerhalb des Amtsgebietes, 02.05.2014) Seit dem 1. April ist das LTG 63 mit der lehrgangsge bun denen praktischen und simulatorgestützten Ausbildung für Transall-Kommandanten beauftragt.

Die Ausbildung im Simulator wird weiterhin in Wunstorf durchgeführt, die praktische Ausbildung wird künftig in Hohn stattfi nden. Damit ist das LTG 63 ab sofort der einzige Schulungsverband für Transall-Kommandanten in Deutschland. Die erste Gruppe mit fünf Co-Piloten hat am 1. April die Ausbildung in Hohn aufgenommen. Ihre Grundausbildung haben die angehenden Transall-Kommandanten an der Lufthansaschule in Bremen mit zusätzlicher Ausbildung in Phoenix/Arizona absolviert.

Dieser Teil der Ausbildung dauert 17 Monate und endet mit dem Erwerb der Flug-Lizenz. „Die Bundeswehr ist seit vielen Jahren bei der Lufthansa mit einem Kontingent an Ausbildungsplätzen beteiligt. Es wäre viel zu teuer, eine eigene Ausbildungsstätte zu unterhalten“, erklärt Kommodore Zitzewitz.

Anschließend muss jeder Pilot eine Muster-Berechtigung erwerben, das heißt: jeder wird intensiv auf dem Luftfahrzeug ausgebildet, mit dem er fl iegen soll. Diese Zusatzqualifikation dauert noch mal rund drei Monate und in Hohn werden nun alle ausgebildet, die eine Transall C-160 fliegen sollen. Der Ausbildungsbetrieb bedeutet mehr Flugbetrieb rund um den NATO-Flugplatz Hohn.

„Wir wissen um die hohe Akzeptanz unseres Standortes und wir sind sehr bemüht, die Störungen für die Bevölkerung gering zu halten“, wirbt Kommodore Zitzewitz um Verständnis. Er schätzt die Mehrbelastung durch den Ausbildungsfl ugbetrieb auf 10 Prozent und die Nachtflüge sollen möglichst eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang beendet sein.

Zur Ausbildungscrew gehören der Kommandant, der Bordtechniker und der Ladungsmeister – und natürlich der Flugschüler als Co-Pilot. „Das ist der absolute Traumjob“, erzählt Steffen Jonnek, der als Co-Pilot bereits seine ersten Runden mit der Transall gefl ogen ist, deren Verwendung bis 2018 geplant ist. Am 8. August 1968 landete die erste Maschine auf dem NATO-Flugplatz in Hohn.

Am 4. Oktober 2011 erfl og die Transall C-160 die Ein-Millionste Flugstunde. Humanitäre Rettungseinsätze in aller Welt haben der Transall den Namen „Engel der Lüfte“ eingebracht. Die Technik der Transall wird ständig den Anforderungen der Einsätze angepasst. Neben dem normalen Materialtransport ist man mit der Transall C-160 in der Lage, Lasten aus der Luft abzusetzen, bis zu 93 Passagiere zu befördern oder auch Fallschirmspringer abzusetzen.

In der MEDEVAC, dem Rettungsfl ieger der Bundeswehr, können bis zu 62 Verletzte liegend transportiert werden. Zur Zeit sind die Verpfl ichtungen in Afghanistan und Mali weiterhin aktuell. Und solange der Airbus 400 M die Transall nicht vollständig abgelöst hat, wird beim LTG 63 der erforderliche Nachwuchs ausgebildet. (ure)


- Auszug aus "Region Kropp-Stapelholm aktuell" vom Mai 2014 -

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