Jagdgemeinachaft Norderstapel

Kurzinformationen

Die Jagdgemeinschaft Norderstapel

Wir, dass sind 7 ortsansässige Jäger, betreuen ein Revier, das ca. 1.200 ha groß ist und unser Dorf umschließt. Wir betrachten es als großes Glück, dass unser wunderschöner Jagdbezirk, der eine artenreiche Fauna und Flora bietet, inmitten der ETS-Region und direkt „vor unserer Haustür“ liegt.

Da das Bild des Jägers in der Öffentlichkeit leider häufig oft falsch gesehen wird, möchten wir an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, etwas über unsere Aufgaben als Jägers zu berichten.

Den Jäger als Mitglied in einem Verein zu vergleichen, ist sicherlich die falsche Betrachtung.

Denn der Jäger ist nicht nur berechtigt die Jagd auszuüben, sondern sogar gesetzlich dazu verpflichtet! Dieses wissen leider nur die wenigsten. Manche glauben sogar, dass unser Motto lautet:

Es ist des Jägers höchst Gebot, was er nicht kennt, dass schießt er tot!

Darüber mag man lächeln, wir tun es übrigens auch. Jäger zu sein, dass bedeutet mehr. Denn das Erlegen eines Stück Wildes, welches nach dem Jagdgesetz dazu freigegeben sein muss, bildet nur einen ganz geringen Teil, der zu unseren Aufgaben gehört. Zum „grünen Abitur“, wie man auch die Jägerprüfung nennt, gehört viel mehr. Hege, Wildfütterung in starken Schneewintern, Anlegen von Biotopen, Aufnahme von Wildunfällen und das Nachsuchen von angefahrenem Wild, mit speziell dafür ausgebildeten Hunden, sowie permanente Beobachtung der Fauna und Flora, sind nur einige Aufgaben des Jägers. Wir selbst betrachten uns vielmehr als Naturfreunde, die ihre Freude daran haben, im „Revier“ eine artenreiche Tierwelt vorzufinden.

Schon öfter sind wir darauf angesprochen worden, wie man doch mit reinem Gewissen einen Fuchs oder gar Dachs schießen kann.“ Schließlich sieht man diese ja überhaupt nicht mehr!“

Wer aber früh morgens oder gar spät abends in der Natur unterwegs ist, stellt fest, dass „Reinecke Fuchs“ und auch der „grimmige Dachs“ immer noch sehr häufig bei uns vertreten sind.

Sicher, die Tollwut gibt es, Gott sei gedankt, nicht mehr bei uns, jedenfalls zur Zeit.

Aber jeder kann sich bestimmt vorstellen, dass eine „Fehe“ (Fuchsweibchen), gerade im Mai und im Juni, wo im Bau ca. 4-7 hungrige Jungfüchse warten, einige Kilo Fleisch in der Woche angeschleppt werden müssen, um die Welpen zu versorgen.

Leider macht der Fuchs hier auch nicht vor einem Hasen, Fasan, einem Entengelege oder gar vor einem Großen Brachvogel halt, wenn es darum geht, den Nachwuchs satt zu bekommen.

Er nimmt zu dieser Zeit eben alles, was er kriegen kann. Allein aus diesem Grund ist eben eine intensive Raubwildbejagung, außerhalb der gesetzlichen Schonzeit, absolut von Nöten.

Um weitere Beispiele anzufügen, könnten wir hier sicherlich noch einige Seiten füllen. Wir möchten aber abschließend das anfangs erwähnte „Motto“ noch einmal aufgreifen, welches bei uns Jägern richtig heißt:

„Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“

Nur am Rande, diesen Spruch findet man auf jeder Jägermeisterflasche.

Wer mehr über die Jägerei und über das heimische Wild erfahren möchte, ist jeder Zeit herzlich eingeladen, uns anzusprechen.

Wir brauchen übrigens dringend Nachwuchs!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Verkehrsunfall mit einem Reh!

Was nun?

Wer schon einmal auf fremden Straßen ein Reh angefahren hat und das vielleicht sogar noch bei Dunkelheit, der weiß was es heißt, im ersten Moment völlig ratlos zu sein.

An dieser Stelle möchten wir ihnen ein paar Tipps für den Fall „X“ geben:

1. Versuche nie bei hoher Geschwindigkeit einem Reh auszuweichen. Rehe wiegen durchschnittlich nicht mehr als 13 bis 18 kg, auch wenn sie größer und schwerer aussehen. Die Unfallschäden nach einem Ausweichmanöver sind oft wesentlich höher, als bei einem Zusammenprall mit einem Reh!

2. Versuche dir den Ort des Zusammenpralls zu merken oder zu rekonstruieren. Das erleichtert eine eventuelle Nachsuche mit dem Hund!

3.Sichere die Unfallstelle unverzüglich ab, um so weitere Auffahrunfälle zu vermeiden!

4.Versuche deinen genauen Standort zu bestimmen. Hierbei sind Ortschaften, Bezeichnung der Straße und die Angaben auf den Kilometersteinen sehr wichtig! Die Polizei kann so leichter ermitteln, welche Jäger für die Aufnahme des Wildschadens zuständig sind!

5. Rufe die Polizei an, gebe deinen genauen Standort bekannt und erfahre so, welcher Jäger zuständig ist!

6. Nähere dich nach Möglichkeit nicht dem angefahrenem Reh, auch wenn es so aussieht als sei es scheinbar unverletzt. Das kranke Tier wird somit nur „aufgemüdet“ (so nennen wir es in der Jägersprache). Dieses erschwert wiederum die Nachsuche mit dem Hund!

7. Versuche dich an folgende Details zu erinnern: - von wo kam das Reh? - An welcher Stelle genau war der Zusammenprall? - Wo ist das Reh möglicherweise verletzt? - Wohin ist es geflüchtet?

All diese Angaben sind für das Nachsuchengespann (Jäger und Hund) von großer Bedeutung!

Ist für den Jäger ein Wildunfall nachweislich feststellbar, wird er ihnen gerne, gegen eine Arbeitsgebühr von 15,- EURO, eine Wildunfallbescheinigung für ihre Versicherung ausstellen. Die 15,- EURO bekommt man von seiner Versicherung wieder.

Die Versicherungen treten übrigens nur bei Wildunfällen mit Haarwild (Reh, Fuchs, Hase etc.) ein, nicht aber bei Unfällen mit Federwild (Fasan, Greifvögel …)

Hier noch ein paar wichtige Telefonnummern als Ansprechpartner:

Jagdleiter: Hauke Staack - 04883/905767

Jagdschadenschätzung in der Landwirtschaft: Rolf Jöns – 04883/1263

Hundeführer, bei Wildunfällen zur Nachsuche:

- Wolfgang Biernot mit Baiko – 04883/905141

- Hauke Staack mit Odin – 04883/905767

Horrido und Waidmannsheil,

die Norderstapler Jäger

  • März 2019

    Ausgabe
    März 2019
    PDF, 7,2 MB

  • Stapelholm-Kurier
  • Bauleitplanung
  • Breitbandzweckverband Mittlere Geest

Veranstaltungstipps

26. März 2019

Tetenhusen Wohlde Dörpstedt Groß Rheide Börm Bergenhusen Norderstapel Süderstapel Erfde Tielen Alt Bennebek Klein Bennebek Kropp Klein Rheide Meggerdorf