Treenedeiche hielten den Wassermassen stand

(Dörpstedt, 06.01.2015) Die Hochwasserlage an der Treene spitzte sich im Laufe des 23. Dezember dramatisch zu.

Die Wasserstände stiegen bedrohlich, und an mehreren Stellen um Hollingstedt und Dörpstedt stieg das Wasser bis zu 20 cm unter den Deichkronen an. Durch den starken Sturm war der Abfluss des Treenewassers nur gering und das Wasser staut sich bis zurück nach Treia und weiter zum Norden. Gegen Mittag berief der Amtswehrführer des Amtes Arensharde, Bernd Waschnick, eine Lagebesprechung vor Ort in Hollingstedt an der Treene ein.Dass die Deiche rund um Hollingstedt und Dörpstedt letztendlich den Wassermassen standhielten, war dem Einsatz von 19 Wehren aus den Ämtern Arensharde, Kropp-Stapelholm und Haddeby, sowie dem THW und den Johannitern zu verdanken. Aus dem Amt Kropp-Stapelholm waren die Wehren Dörpstedt, Börm, Groß- und Klein Rheide, Kropp, Klein Bennebek, Wohlde und Erfde beteiligt. Auch Amtswehrführer Gerd Soneson und sein Stellvertreter Sönke Rahn sowie der Amtsvorsteher Ralf Lange waren vor Ort. Am 23. Dezember wurde am Nachmittag das Lagezentrum in Hollingstedt eingerichtet, um hier vor Ort die Einsätze der Wehren zu führen, die nach Lage alarmiert wurden. Der Vollalarm wurde gegen 18:00 Uhr eingeleitet, da am Deich in Hollingstedt an der Treenebrücke auf ca. 200 Metern Wasser durch den Deich drang. Dieser Abschnitt musste unbedingt gehalten werden, da sonst der südliche Teil Hollingstedts unter Wasser gestanden hätte. Sandsäcke und Transportmittel standen bereit, und der Bauhof des Amtes Kropp half mit technischem Gerät aus. Der starke Regen und der Sturm erschwerten die Einsätze der Feuerwehrleute, die stündlich abgelöst werden mussten. Gegen 22:00 Uhr war endlich dieser Streckenabschnitt gesichert. Zeitgleich mussten einige Wehren an einen Deichabschnitt nach Dörpstedt/Bünge, da hier ein Durchbruch drohte. Bis in die frühen Morgenstunden lief der Einsatz unter erschwerten Βedingungen.Zusätzlich wurden noch zwei kleinere Lecks abgedichtet.Die Deiche hielten und Deichläufer beobachteten weiterhin die Deichabschnitte. In der Nacht zu Heiligabend war die Lage durch die starken Regenfälle sehr ernst. Zwischen 140 und 160 Liter Wasser pro Quadratmeter fi elen in den letzten vier Tagen. Heiligabend gegen Mittag musste noch vorsorglich ein schwer zugänglicher Deichabschnitt in Dörpstedt/Bünge mit Vlies und Sandsäcken gesichert werden. „Wir haben einige Deichteile geöffnet und lassen das Wasser in die Überflutungsflächen laufen, um die Treene zu entlasten. Durch den starken Sturm läuft nicht genügend Wasser durch das Eidersperrwerk. Somit ist der Abfluss sehr gering. Der Polder Winnert ist schon vollgelaufen. Weitere Maßnahmen sind nicht mehr möglich“, so Sven Wollesen vom Eider-Treene-Verband. Ab 14:00 Uhr schaltete die Einsatzzentrale in Hollingstedt auf Bereitschaft und ebenso die Wehren. Für den Notfall war vorgesorgt. 7.000 Sandsäcke wurden insgesamt verarbeitet. Die Einsatzleitung unter der Führung von Kreisbrandmeister Mark Rücker war mit der Zusammenarbeit der vielen beteiligten Organisationen und Behörden sehr zufrieden. Eine abgestimmte Einsatzplanung und Führung machte diesen erfolgreichen Hochwassereinsatz möglich. Auch die Technik spielte gut mit. Verpflegung und Getränke für die Feuerwehrleute in den Pausen wurden die ganze Nacht über zur Verfügung gestellt. Der höchste Wasserstand wurde am Nachmittag des 24. 12. erreicht, wo er ca. 10 cm unter der Deichkrone lag. Die Deiche hielten und am 2. Weihnachtstag war der Pegel bereits wieder gut 20 cm gefallen. Fernsehen, Rundfunk und die Printmedien berichteten bundesweit über dieses Hochwasser. (VSt.)


-Auszug aus "Region Kropp-Stapelholm aktuell" vom Februar 2015

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