30 Jahre Naturschutzverein Börm

(Börm, 22.12.2014) Der Naturschutzverein Börm e.V. blickte auf sein dreißigjähriges Bestehen zurück. Seit der Gründung im Jahr 1984 leitet Hans-Joachim Schoof als Vorsitzender den Verein.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte er an dieser Feier nicht teilnehmen. Seine Vertreterin Gesa Schürmann führte durch den Abend und freute sich, dass sie von den Gründungsmitgliedern Klaus Meggers, Uwe Nagel, Herbert Engebrecht und Hans-Peter Bruhn begrüßen konnte. Die Kinder des Kindergartens Börm/Dörpstedt sangen zur Begrüßung drei Lieder mit Bezug zur Natur. Anlass für die Gründung Anfang 1984 war eine spektakuläre Baumfällaktion von 25 kräftigen, zum Teil 100 bis 120 Jahren alten Eichen in der Gemeinde. Mit fünf Schleppern und Motorsägen ging man damals zu Werk. Nur durch Zufall bemerkten Börmer Bürger dies und protestierten dagegen bis die Polizei diese Aktion stoppte. Daraufhin erließ die Gemeindevertretung innerhalb kürzester Zeit eine Baumschutzsatzung. Dagmar Bennewitz vom Naturschutzverein Meggerdorf unterstützte die Börmer
bei der Gründung des Vereins, dem 54 Börmer Bürger beitraten. „Die Sensibilisierung des Natur- und Umweltschutzes in der Bevölkerung begann, und es war nicht einfach, sich für den Umweltschutz auch in Börm einzusetzen. Aber mit Hans-Joachim Schoof und den Mitgliedern war es rückblickend eine erfolgreiche Arbeit für den Erhalt der Natur“, so Mitbegründer Herbert Engebrecht. Ziel des Vereins war es, die Belange des Naturschutzes zusammen mit Landwirtschaft, Fischerei, Jägern und Bevölkerung in Einklang zu bringen. Es war eine große Herausforderung, da es kontroverse Ansichten gab. Aber die Einsicht von allen Seiten führte zu einer guten Zusammenarbeit und erfolgreicher Vereinsarbeit für den Natur- und Umweltschutz in der Gemeinde Börm. Die vielen Aktionen förderten den Gemeinsinn. Krötenzäune wurden erstellt. Die Nistkästenbetreuung für die Vogelwelt, führte zu guten Beständen.
Besonders am Herzen lag es Schoof, die Sensibilisierung der Kinder für den Naturschutz durch Aktionen wie Fahrten zur Vogelwelt in den Börmer Koog oder Betreuung von Fröschen zu fördern. Im Laufe der Jahre erwarb der Verein Flächen und übernahm die Betreuung der Anpflanzungen von Obstbäumen und von Biotopflächen. Regelmäßig wurden Baumpfl anzaktionen mit heimischen Bäumen durchgeführt. Der gemeinschaftliche Wiesenvogelschutz zusammen mit dem Verein „KUNO“ im Börmer Koog stellt eine wichtige Aufgabe dar, um den Bestand an Bodenbrütern zu erhalten und durch vielschichtige Maßnahmen zu vergrößern. Inzwischen ist es ein einzigartiges Brut- und Rastgebiet für 183 verschiedene Vogelarten geworden. Gesa Schürmann zeigte in ihrem Dia-Vortrag eindrucksvolle Bilder aus der Vereinsarbeit. Ihr besonderer Dank galt Winfried Daunicht, der als Ornithologe bewundernswerte und einmalige Bilder aus der Vogelwelt zeigte. Renate Rahn, Vorsitzende von „KUNO“, betonte, dass man aus den Fehlern der
Vergangenheit gelernt hat und durch die Teilnahme der vor Ort Beteiligten, insbesondere der Landwirte, den Managementprozess entscheidend mitgestaltet. „Während in anderen Vogelgebieten im norddeutschen Raum die Vogelzahlen trotz finanzieller Förderung überall deutlich rückläufig sind, können die Bestände in unserer Region und somit auch im Börmer Koog durch die örtlichen Aktivitäten des Naturschutzvereines gehalten werden. Der Wiesenvogelschutz in der ETS-Region wird europaweit anerkannt. Es zeigt sich, dass durch die enge Zusammenarbeit von Naturschützern und Landwirten vor Ort, Wege gefunden werden können, die zielführend für beide Seiten sind“. Bürgermeister Hans Peter von Lanken dankte Hans-Joachim Schoof in Abwesenheit
für seinen dreißigjährigen Einsatz für den Naturschutz in der Gemeinde und
lobte die Aktivitäten des Vereins. Stellvertretend für Hans-Joachim Schoof nahm sein Sohn Joachim die Ehrungen und Präsente entgegen. (VSt.)


-Auszug aus "Region Kropp-Stapelholm aktuell vom Dezember 2014/Januar 2015"

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