Wiesenvogelschutz „made in Meggerdorf“ erobert Europa

(Meggerdorf, 22.12.2014) Renate Rahn, Vorsitzende des Naturschutzvereins Meggerdorf, begrüßte die Mitglieder und interessierte Gäste zur Jahreshauptversammlung.

Die Zwergschwantage waren im Februar nur mäßig besucht, das lag wohl an der
Faschingswoche. Dafür kamen im März viele Besucher – sogar eine 12-köpfige
Gruppe aus Bremen, die extra ihren Urlaub so gelegt hatten, um die Zwergschwantage im Meggerkoog zu besuchen. Für die Pflanzaktion im Vogelschutz wurde drei Parzellen eingezäunt, die pro Parzelle mit 100 Erlen und Birken bepflanzt werden sollen. Die Erlen sind gesetzt, die Birken folgen im Frühjahr. Für diese Pflanzaktion wurden die Erlen von Thies Bilgow gespendet, die Gemeinde hat sich mit 500 Euro, der Heimatverein mit 300 Euro an den Kosten für die Einzäunung gegen Wildbiss beteiligt. Im Juni hat sich der Bauernverband des Kreises Schleswig-Flensburg über den Wiesenvogelschutz informiert und einen Monat später wurde einer Kommission der Bundesregierung sowie zwei Vertretern aus Brüssel in Bergenhusen das Thema Wiesenvogelschutz vorgestellt. Ende Juli fand beim NABU die Auftaktveranstaltung „Der Kiebitz als Botschafter für die Agrarlandschaft“ statt. Der gemeinschaftliche
Vogelschutz, der vor 30 Jahren in Meggerdorf gemeinsam mit den Landwirten ins Leben gerufen wurde, soll bundesweit ausgeweitet werden. In Schleswig-Holstein nehmen bisher 121 Landwirte teil, 91 davon in der ETS-Region über KUNO. 2014 konnten 630 Bruten geschützt werden, 440 davon im ETS. „Zur Zeit sind wir Bundes- und Europaweit das einzige binnenländische Gebiet, das relativ stabile Vogelzahlen aufweist“, berichtete Renate Rahn. Der Meggerdorfer Naturschutzverein wurde 1982 von Bewohnern für den Naturschutz in der Region gegründet. Bereits damals wurde in der Satzung festgelegt, dass der Vorstand aus Mitgliedern bestehen muss, die in der Gemeinde Meggerdorf ihren Wohnsitz haben. Aus jedem Verein des Ortes und der Gemeindevertretung ist jeweils ein Vertreter im Vorstand tätig. Bei den diesjährigen Vorstandswahlen wurden Georg Blohm(Heimatbund), Egon Steinke (Wasserwirtschaft) und Hanne Grimm (Jäger) einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Der Verein zählt heute rund 120 Mitglieder. Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurde besprochen, dass das Storchennest bei der Meierei erneuert werden muss. Im alten Nest staut sich das Wasser. Silke Schröder (Kassen- und Schriftwartin des Vereins) hat bereits aus Weide ein neues Nest geflochten. Dieses muss jetzt in luftiger Höhe gegen das alte Nest getauscht werden. Im Anschluss an die Regularien informierte Oliver Grahnke von der Stiftung Naturschutz über geplante Maßnahmen in Naturschutzgebiet „Alte Sorgeschleife“. Im Besonderen ging es dabei um das Projekt „Life Limosa“- einem von der EU geförderten Naturschutzprojekt, mit dem die Lebensbedingungen der vom Aussterben bedrohten Uferschnepfe (Limosa limosa) verbessert werden sollen. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.stiftungsland.de oder www.nabu.de. (ure)


-Auszug aus "Region Kropp-Stapelholm aktuell vom Dezember 2014/ Januar 2015"

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