Mit dem Rucksack durch Indien

(Süderstapel, 01.12.2013) Silke Schmidt aus Hamburg reiste im März 2013 durch Indien und sah dort weit mehr als Kalkutta und den Ganges. Über ihre persönlichen Reiseerfahrungen berichtete sie auf einer Veranstaltung der LandFrauen Stapelholm in der Süderstapeler Eiderschleife.

Aus den insgesamt 800 Bildern, die sie auf ihrer Reise machte, zeigte sie eine beeindruckende Auswahl und erzählte von ihrer Städtetour, die sie alleine und auf eigene Faust unternahm. „Indien faszinierte mich schon als Kind.“, so die Hamburgerin.

Auf ihrer etwa 3000 km weiten Route reiste sie von Ost nach West quer durch das Land und machte dann einen Schlenker Richtung Süden bis nach Mumbai (Bombay). Bei ihrer Ankunft musste sie sich zunächst an den Lärm- und Geräuschpegel, die zahlreichen Gerüche und die Hitze gewöhnen. „Indien ist anders“, so Schmidt.

Besonders beeindruckt habe sie der Blumenmarkt Kalkuttas. Statt mit Sträußen wird hier mit massenhaft Blüten und aufwändigen Blütengirlanden gehandelt. Ohnehin sei der prächtige Farbenrausch Indiens mit das Schönste im ganzen Land, erzählt die Hamburgerin, die sich selbst eigentlich als „schlichten Typ“ bezeichnet.

Am Ganges führte ihre Route weiter bis nach Varanasi – die heiligste Stadt des Hinduismus. „Die Stimmung ist wahnsinnig entspannt, hier meditiert man zwischendurch am Fluss, trifft zahlreiche „heilige Männer“ (Sadhus), die ihre nackten Körper täglich mit Asche bestreichen und Kühe wandern friedlich durch die Straßen.“

Weiter nach Agra reiste Frau Schmidt dann nicht wie geplant mit dem Zug, sondern mit dem Auto und einem freundlichen Fahrer, der sie für 45 Euro pro Tag durch das Land chauffi erte: „Aus meiner Rucksackreise wurde per Zufall eine Rucksackreise deluxe.“, so Schmidt, die die Stadt Agra mit ihrer prächtigen Architektur, den zahlreichen Paläste und geschmückten Elefanten als besonders märchenhaft beschreibt.

Anschließend reiste Schmidt an die pakistanische Grenze. Dort machte sie eine Kameltour durch die Wüste Thar. Anschließend machte sie Halt in Udaipur, wo sie das Frühlingsfest des Maharadschas feierte. Die letzte Station ihrer Reise war Mumbai (Bombay), das mit seiner Skyline und seinen Hollywoodproduktionen „deutlich westlicher“ geprägt sei.

„Hier war die Kluft zwischen Arm und Reich, Prunk und Armut noch extremer als in den anderen Städten. Während eine vierköpfi ge Familie ein 21-stöckiges Hochhaus bewohnt, leben die Armen auf engstem Raum in Slums und recyceln Müll.“ (bid)


- Auszug aus "Region Kropp-Stapelholm aktuell" vom Dezember 2013/Januar 2014 -

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