Im neuen Schuljahr Stapelholms Regionalschule

(Wohlde, 07.05.2007) Erfde/lat Wesentliche Veränderungen wird es ab dem neuen Schuljahr an der Stapelholm-Schule in Erfde geben: Sie wird als Regionalschule mit einer kooperativen Orientierungsstufe geführt.

– Die Realschule mit Grund- und Hauptschulteil in Erfde hat zurzeit 428 Schüler, davon besuchen 122 die Grundschule, fünf die Aufbauklasse, 114 die Hauptschule und 187 die Realschule. Das neue Schuljahr startet die Stapelholm-Schule mit einer gemeinsamen Orientierungsstufe für Haupt- und Reaschule – und damit vorzeitig als Regionalschule.

Für das kommende 5. Schuljahr sind 50 Anmeldungen eingegangen. Von diesen sind acht nach dem Willen der Eltern für den Hauptschulbesuch vorgesehen. „Damit ist bei uns die Situation eingetreten, dass wir im neuen Schuljahr schon mit einer gemeinsamen Orientierungsstufe beginnen“, sagte Realschulrektor Wolfgang Peter. Nach dem neuen Schulgesetz sei es eigentlich ab dem Jahr 2008 vorgesehen, eine Regionalschule zu werden. Aber mit Zustimmung des Schulamtes des Kreises Schleswig-Flensburg bleibt den Stapelholmern keine andere Möglichkeit. „Ab 30 Kindern kann man Klassen teilen, aber mindestens 17 Schüler müssen es pro Klasse sein. Fatal wäre es, wenn man für die acht Hauptschüler kein Angebot in Erfde hätte“, erklärte Peter.

Andere Schulen in Schleswig-Holstein stünden vor ähnlichen Problemen, weiß der Realschulrektor. In Erfde werde man versuchen, sich den neuen Aufgaben zu stellen, die diese kooperative Orientierungsstufe verlange. So hätten sich spontan zwölf Lehrkräfte bereit erklärt, an einem Fortbildungsprogramm des IQSH (Institut für Qualitätssicherung in Schleswig-Holstein) teilzunehmen. Dieses Programm trägt den Namen „Lernen fördern – Leistung fordern“ und wird ein Jahr lang von Bildungsexperten begleitet.

Positiv wirke es sich aus, dass an der Stapelholm-Schule schon jetzt Lehrkräfte aller Schularten in allen Klassenstufen unterrichten. Daher könnten sie sich auf die jeweiligen Unterrichtsgruppen gut einstellen. „Dieses Prinzip hat sich bei uns bewährt, Berührungsängste gibt es nicht“, betonte Peter. In diesem Zusammenhang sieht die Schulleitung es auch als Chance an, die Erziehungsdefizite, die speziell in reinen Hauptschulklassen vorhanden sind, besser zu kompensieren. „Gerade reine Hauptschulklassen im pubertären Alter bereiten uns zunehmend Probleme“, sagte Peter. Man erhoffe sich, durch die neue kooperative Unterrichtsweise die erforderliche Sozialkompetenz zu verbessern. Formell müsse der Schulträger dem Wechsel zur Regionalschule noch zustimmen, aber es geht nur in diese Richtung.

Wolfgang Peter selbst wird, wie er ankündigt, mit Ablauf dieses Schuljahres aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt. Aber man könne in Erfde beruhigt sein, meinte Peter, die Ausschreibung der Schulleiterstelle habe ergeben, dass sich genügend geeignete Bewerber gemeldet hätten.

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