Fan-Invasion stoppt HSV und Werder

(Kropp, 15.01.2005) 6500 Zuschauer beim Bundesliga-Gastspiel in Kropp griffen aktiv ins Spielgeschehen ein: Sie stürmten auf den Platz und sorgten dafür, dass es auch nach dem Elfmeterschießen keinen Sieger beim "Holsten-Cup" gab.

So was hat's in der langen Geschichte der Kropper Fußball-Höhepunkte noch nicht gegeben: Das Spiel zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen um den „Holsten-Cup“ blieb ohne Sieger. 2:2 (1:1) hatte es nach 90 Minuten gestanden, im Elfmeterschießen hieß es 5:5. Werder-Keeper Andreas Reinke trat zum Duell gegen seinen HSV-Kollegen Martin Pieckenhagen an und traf den Pfosten - Signal für die Zuschauer, die den Stars schon zuvor auf die Pelle gerückt waren, den Platz in Besitz zu nehmen. Dabei hätte eigentlich noch ein Hamburger schießen müssen. Angesichts der Menschenmassen tat Schiedsrichter Kai Voss (Großhansdorf) das einzig Richtige und brach die Partie ab. Jetzt bekommen beide Bundesligisten einen Pokal - Werder sofort, der HSV etwas später. Bremens Coach Thomas Schaaf wird's egal gewesen sein. Er schaute nach Spielschluss verkniffen drein. Sein ägyptischer Neuzugang Mohamed Zidan war gerade mal 16 Minuten auf dem Platz, als er nach einem Foul von Raphael Wicky auch schon wieder runter musste. Zunächst war von einer Sprunggelenks-Verletzung die Rede, die Werder-Verantwortlichen befürchteten gar einen Schienbeinbruch. Über die Qualität des Spiels waren sich die Trainer Thomas Schaaf und Thomas Doll ziemlich einig. "Beide haben Fehler gemacht, deshalb gab es viele Möglichkeiten", sagte Schaaf. "Höhen und Tiefen" hatte Doll gesehen. Zumindest boten beide Teams eine Halbzeit lang durchaus unterhaltsamen Fußball. Bei den Toren von Miroslav Klose zum 1:0 (19. Minute) und dem prompten Ausgleich von Naohiro Takahara (20.) waren die Abwehrreihen nicht im Bilde, beim Pausenpfiff hätte es auch gut und gern 3:3 stehen können. Im zweiten Durchgang wechselten beide Übungsleiter kräftig durch (Werder sechs, der HSV gar acht Mal), darunter litt der Spielfluss. Martin Pieckenhagen scheiterte beim Versuch, Daniel Jensen auszuspielen, und ermöglichte Werders dänischem Mittelfeldspieler so das 2:1 (66.). Wiederum dauerte es nur 60 Sekunden, bis der HSV ausglich - Collin Benjamin nickte eine Vorlage von Sergej Barbarez nach einem Eckstoß ein. Als die Wintersonne langsam versank, kam es zum Elfmeterschießen. Valdez (2), Borowski (2) und Reinke trafen für Werder, Hleb (2), Beinlich, Pieckenhagen und Lauth für den HSV. Da standen viele Zuschauer schon in der Nähe des Strafraums - und als Reinke verschoss, wollten sie nicht mehr warten. Die Appelle, den Platz zu verlassen, verhallten ungehört, und so machten die 6500 Fans beide Teams zum Sieger.

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