Börm

Börm Entstehungsgeschichte des Börmer Wappens

Börm ist von der Landschaft und von der Besiedlungsgeschichte her ein interessanter Ort. Die Gemarkung der Gemeinde gehört zwei verschiedenen Naturräumen an. Der westliche Teil mit überwiegend Niedermoor wird der Treene-Sorge-Niederung, der östliche mit sandigem Boden der Schleswiger Vorgeest zugeordnet.

Der Siedlungsbeginn des Bauerndorfes Börm liegt im Dunkel der Geschichte. Im Jahr 1463 wird der Ort erstmalig in einer kirchlichen Urkunde unter dem Namen "Barm" erwähnt. Er lag damals am "Barmer See".

Im Jahr 1624 begannen Holländer, den Börmer Koog trockenzulegen: doch wurden 1660 im Krieg die Deiche zerstört und das neugewonnene Land überflutet. Erst 1702 gelang eine erneute Entwässerung. Im Jahr 1777 gab es 33 Gehöfte im Börmer Kroog, davon standen 11 Anwesen im entwässerten See. Von diesen "See-Katen" sind noch 2 Ansiedlungen erhalten geblieben, die Schankwirtschaft "Nordsee" und die sog. "Wassermühle".

Bürgermeister
Hans-Peter von Lanken

Die Gründung Neubörm ist urkundlich belegt. Im Jahr 1763 erhielten 40 Kolonisten, überwiegend aus der Gegend um Darmstadt stammend, Land des königlichen Meierhofes und dazu zur Urbarmachung umliegende Heideflächen. Viele dieser Höfe bestehen noch heute. Im Jahre 1938 erfolgte der Zusammenschluß der Dörfer. Durch die Siedlungsgeschichte bedingt, ist keine geschlossene Ortslage vorhanden.

Heute zählt Börm 745 Einwohner. Es ist eine Agrargemeinde mit 22 landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben. Erwähnenswert sind außerdem eine größere Landmaschinenhandlung mit Reparaturwerkstatt.

1984 fand eine Flurbereinigung statt, bei der die zerstreuten Ländereien der Landwirte zu größeren Einheiten zusammengelegt wurden. Gleichzeitig wurden in der Gemarkung die Wirtschaftswege ausgebaut und Wasserwirtschaftsmaßnahmen durchgeführt. Das Dorf erhielt 1967 eine kleine Kapelle und einen Friedhof. Dort stehen auch die Ehrenmale, die an die Toten der beiden Weltkriege erinnern.

Eine intakte Umwelt in der Treene-Sorgeniederung bietet einen hohen Wohnwert in der Gemeinde. Für Interessenten von Baugrundstücken steht in ruhiger idyllischer Lage ein vollerschlossenes Baugebiet mit Grundstücken von 700-1000 qm zur Verfügung.

Im ehemaligen Börmer Schulgebäude befindet sich seit 1997 ein von der Kirchengemeinde Hollingstedt getragener Kindergarten für die Börmer und Dörpstedter Kinder. Im Jahr 1996 wurde ein Kinderspielplatz (neben dem Dorfplatz) errichtet. Im Sommer lädt die Mergelkuhle zum Baden ein. Die Schulkinder besuchen die Grundschule in Dörpstedt. Die Oberstufenschüler besuchen seit 1970 die Schule im Unterzentrum Kropp.

Zahlreiche Vereine regen die Aktivitäten verschiedenster Art an: Die Freiwillige Feuerwehr Börm, seit 1997 in einem neu erbauten Gerätehaus beheimatet, und deren Musikzug, die beiden Schützengilden von Börm und Neubörm, die Krieger- und Soldatenkameradschaft, der Landfrauenverein, der Seniorenclub, die Laienspielgruppe sowie der Naturschutz- und Fischereiverein. Der Sportverein besteht seit 1920: er schloß sich 1972 mit den Dörpstedter Sportlern zum SV Olympia 72 zusammen.

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  • Juli 2016

    Ausgabe
    Juli 2016
    PDF, 7,0 MB

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